Bewegung ist angesagt. Es wimmelt von Kindern, die einander mit verschiedenen Fahrzeugen durch den Hof ziehen. Andere sausen mit dem Roller herum. Manche sorgen mit Schildern und Signalen für Ordnung. Bei einer Verkehrsschulung üben sie verschiedene Situationen im Straßenverkehr.
Am Schuleingang sind die kleinen Künstler:innen damit beschäftigt, den grauen Asphalt bunt zu bemalen. Eine blau-grüne Weltkugel entsteht, umrandet von bunten Menschen, die einander an der Hand halten.
Nur Autos dürfen an diesem Tag im Schulgelände weder fahren noch parken.
Direktor Markus Ude erklärt, dass es besonders in Scharnitz wichtig ist, Bewusstsein für nachhaltige Mobilität zu schaffen: „Bei uns sind die Menschen häufig mit viel Verkehr, Staus und stockendem Verkehr konfrontiert. Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad können eine gute Möglichkeit sein, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Die EMW ist schon seit vielen Jahren fix in unserem Jahreskalender verankert. Die Kinder lernen dabei, bewusst mit unserer Umwelt umzugehen. Dazu gehört auch, über das eigene Verkehrsverhalten nachzudenken.“
Mobilitätslandesrat René Zumtobel und Andrä Stigger als Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol, das die Europäische Mobilitätswoche in Tirol koordiniert, sowie der Scharnitzer Vizebürgermeister Martin Kruselburger waren am Freitag zu Besuch und vom Aktionstag begeistert.
Wenn die Menschen schon in der Jugend lernen, dass klimafreundliche Mobilität Spaß macht und gesund ist, bleibt das Auto auch im Erwachsenenalter oft selbstverständlich stehen. Denn ein Großteil unserer Alltagswege sind weniger als 5 km lang – eine ideale Distanz für das Fahrrad oder zu Fuß.
– Andrä Stigger, Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol
Auch Mobilitätslandesrat René Zumtobel, bedankt sich bei der Schulgemeinschaft für die treue Teilnahme an der EMW:
Kampagnen wie diese bieten eine Gelegenheit zum Ausprobieren neuer Mobilitätsmaßnahmen, ob in der Gemeinde, im Betrieb oder am Schulweg und motivieren Menschen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken. Zu Fuß gehen, Radfahren und öffentliche Verkehrsmittel bekommen den Raum, der ihnen zusteht.
Tirol feierte heuer ein Jubiläum: Bereits zum 25. Mal war das ganze Land im EMW-Fieber. Die Europäische Mobilitätswoche schafft Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität – wie Öffis, Radfahren, zufußgehen oder Carsharing – und zeigt Alternativen zum motorisierten Verkehr auf. Dieser ist nämlich nach wie vor der größte Hebel im Tiroler Klimaschutz. Mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen entfallen auf den Verkehr.
Heuer stand die Mobilitätswoche unter dem Motto „Mobilität für alle Generationen“. Denn eine gute Verkehrspolitik muss Mobilität für alle ermöglichen – für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Familien, ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
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