Schulen treiben Mobilitätswende voran

60 Bildungseinrichtungen erhalten klimaaktiv mobil Auszeichnung.

Foto: klimaaktiv/APA-Fotoservice/Juhasz

Wien, 3.12.2019. Am Montag, den 2. Dezember zeichnete Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Kindergärten und Schulen aus ganz Österreich für ihr Engagement für klimafreundliche Schulwege aus. Im Rahmen der Partnerschaft mit klimaaktiv mobil haben die Bildungseinrichtungen zahlreiche innovative Projekte umgesetzt. Die gemeinsamen Aktivitäten vereinen dabei gleich mehrere Vorteile:

  • sie schützen das Klima,
  • fördern die Gesundheit und
  • verringern außerdem das Verkehrsaufkommen rund um Kindergarten oder Schule.

„Seit 2005 unterstützt das klimaaktiv mobil Mobilitätsmanagement österreichische Kindergärten und Schulen dabei, gesunde und umweltfreundliche Mobilität im Alltag zu integrieren und zu fördern. Über 400 Bildungseinrichtungen mit mehr als 80.000 Kindern und Jugendlichen, sowie 6.000 Pädagoginnen und Pädagogen sind mittlerweile dabei. Dank ihrem Einsatz werden Schulwege klimafreundlich und gesundheitsbewusst gestaltet und nachhaltige Maßnahmen gesetzt, um die Mobilitätswende lokal voranzutreiben“, betonte Bundesministerin Maria Patek im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung im Technischen Museum Wien.

Projekte und Maßnahmen

Insgesamt 60 Bildungseinrichtungen haben 2018/2019 am Mobilitätsprogramm teilgenommen – von der Volksschule Wolfurt Mähdle Vorarlberg bis zur Neuen Mittelschule Oberschützen im Burgenland. Österreichweit wurden Fahrgemeinschaften und Bustrainings organisiert, Elternhaltestellen etwas abseits der Schule eingerichtet, Radtage abgehalten, der Schulvorplatz autofrei gestaltet, Schulwege begrünt oder mit Bewegungselementen versehen und auf das Einhalten der Geschwindigkeit hingewiesen.

Beim Pedibus, sozusagen ein laufender Bus, begleiteten Erwachsene mehrere Kinder zu Fuß zur Schule. Sie wechseln sich dabei ab und können somit den Kindern trotz Zeitmangels einen klimafreundlichen Schulweg ermöglichen. In Wien konnten zudem Schulstraßen mit einem temporären Fahrverbot eingeführt werden. Für die Umsetzung dieser nachhaltigen Mobilitätsprojekte wurden die Kindergärten und Schulen nun als klimaaktiv mobil Projektpartner vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) geehrt. Als Mobilitätspartner der Auszeichnungsveranstaltung unterstützte die ÖBB die Teilnehmenden dabei, die Anreise zum Event klimafreundlich per Zug zu gestalten.

Foto: klimaaktiv/APA-Fotoservice/Juhasz

Klimaschonende Schulwege sparen 86.000 Kilogramm CO2

Durch die Aktivitäten der teilnehmenden Bildungseinrichtungen konnten österreichweit 140.000 Pkw-Fahrten vermieden und damit 86.000 Kilogramm CO2 und andere Luftschadstoffe sowie Lärm-Emissionen eingespart werden. Die Einrichtungen beschäftigten sich praxisnah mit Klimaschutz im Handlungsfeld Schulweg. Bei 20 der 60 Kindergärten und Schulen unterstützten die Bundesländer Salzburg, Tirol und Oberösterreich die Prozessbegleitung.

„Mobilitätsmanagement ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz: Dieses Projekt bietet eine sehr gute Möglichkeit, Kinder praktisch dazu zu motivieren, wieder zu Fuß, mit dem Scooter oder dem Fahrrad den täglichen Schulweg zu bewältigen. Damit können die Kinder aktiv etwas für den Klimaschutz, aber auch für ihre körperliche Gesundheit tun und dabei auch noch viel Spaß gemeinsam mit Schulfreunden haben. Außerdem verringert sich das Verkehrsaufkommen rund um die Schule, was von allen als sehr positiv empfunden wird.“ beschrieb Erwin Krammer, Leiter der teilnehmenden Volksschule Althofen, die Tätigkeit als klimaaktiv mobil Projektpartner.

Foto: klimaaktiv/APA-Fotoservice/Juhasz

Klimameilen-Kampagne

„Ein Fixpunkt an vielen der Bildungseinrichtungen ist auch die Klimameilen-Kampagne. Für jeden umweltfreundlichen Schul- oder Kindergartenweg dürfen sich die Kinder einen Klimameilen-Sticker ins persönliche Sammelalbum kleben.“, erklärte Maria Zögernitz von Klimabündnis Österreich.

Das österreichische Gesamtergebnis wurde an Frau Ministerin Patek überreicht. 

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